Der Beruf eines Profi-Sportlers bringt es mit sich, dass er anderen Risiken ausgesetzt ist als die übrigen Erwerbstätigen. Die recht kurze Dauer seiner aktiven Zeit trägt noch dazu bei, dass krankheitsbedingte finanzielle Engpässe kaum mehr auszugleichen sind.

Verletzungen mit oft bleibender Beeinträchtigung bei Profi-Sportlern

Jeder Profi-Sportler weiß, dass sein Beruf besonders große Gefahren birgt. Es ist an der Tagesordnung, dass er sich kleinere Blessuren zuzieht, die jedoch meist schnell wieder auskuriert sind. Nicht so dagegen solche Verletzungen, deren Behandlung besonders langwierig ist oder die gar zu bleibenden Schäden führen. Zum Glück endet zwar nicht jeder Sportunfall so tragisch wie der des Turners Ronny Ziesmar, der seither an einer teilweisen Lähmung leidet. Aber bekanntlich sind solche Unglücksfälle nicht allzu selten. Und auch eine leichtere Verletzung kann dazu führen, dass der Sportler seinen Beruf nicht mehr ausüben kann oder darf. Hinzu kommen vielfach lange Behandlungszeiten und sogar Rehamaßnahmen; während dieser Wochen oder gar Monate lässt sich bekanntlich kein Geld verdienen.

Die in einem Verein angestellten Profis erhalten wie jeder andere Arbeitnehmer auch lediglich sechs Wochen lang ihr Gehalt weiter – ohne Erfolgsprämien und Zulagen, versteht sich. Danach ist es fraglich, ob das meist deutlich reduzierte Krankengeld der jeweiligen Kasse ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.

Es muss längst nicht immer eine Verletzung durch einen Unfall etwa sein, die den Profi-Sportler für einige Zeit arbeitsunfähig macht. Ebenso kann eine langwierige Erkrankung dazu führen, dass er seinen Beruf nicht ausüben kann.

Hinzu kommen mögliche Verhandlungen vor dem Arbeitsgericht, die das Budget wegen der Höhe des Streitwertes empfindlich belasten können.

Meist unzureichender Versicherungsschutz gegen die Risiken des Profi-Sports

Nach Aussage von auf den Profi-Sportbereich spezialisierten Versicherungsmaklern ist die Absicherung dieser Berufsgruppe völlig unzureichend. Gewiss, es gibt die Berufsgenossenschaft, bei der jeder Arbeitgeber seine Angestellten anmelden muss – so auch die Sportvereine ihre Profis. Allerdings sind die daraus erhaltenen Beträge viel zu niedrig, um den Ernstfall abzudecken. Darüber hinaus zahlt sie lediglich bei Unfällen, nicht aber bei Krankheiten.

Jeder Profi-Sportler sollte sich demnach beizeiten um eine ausreichende Vorsorge kümmern. Anderenfalls steht seine gesamte Existenz auf dem Spiel.

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